- Fachbeitrag
Antivibrationshandschuhe schützen die Gesundheit im Arbeitsalltag
Die Ergonomie fest im Griff
Hand-Arm-Vibrationen gehören zu den klassischen ergonomischen Risikofaktoren in Handwerk, Industrie und Bau, da sie langfristig zu Durchblutungsstörungen, Nervenschäden und dem Hand-Arm-Vibrationssyndrom führen können. Die internationale Norm EN ISO 10819 definiert daher klare Prüfverfahren und Grenzwerte, die sicherstellen, dass Antivibrationshandschuhe hoch- und niedrigfrequente Vibrationen wirksam dämpfen. Ergonomisch gestaltete Handschuhe greifen dieses Schutzniveau auf und übertragen es in den Arbeitsalltag: Vorgebogene Finger, anatomisch geformte Daumen und eine stabile und zugleich flexible Passform reduzieren die Haltekraft, entlasten die Muskulatur und ermöglichen eine natürliche Handhaltung auch bei schweren Tätigkeiten. So wird nicht nur der Vibrationspegel gesenkt, sondern auch die allgemeine Ermüdung der Hände deutlich reduziert.
Ergonomische Vielfalt für unterschiedliche Einsatzbereiche
Antivibrationshandschuhe wie die Tegera Pro sind speziell für harte Arbeitsbedingungen und schwere Arbeiten mit vibrierenden Maschinen entwickelt worden. Herzstück der Kollektion ist die Vibrothan-Schaumstofftechnologie, die eine optimale Vibrationsdämpfung mit hoher Strapazierfähigkeit und gutem Griffgefühl kombiniert. Verstärkter Zeigefinger und kleiner Finger, verstärkte Nähte, wattierte Handinnenfläche sowie vorgebogene Finger unterstützen eine natürliche Greifbewegung und sorgen für einen sicheren Halt von Maschinen, ohne die Hand unnötig zu verspannen. Je nach Anforderung kommen auch Varianten mit besonders dichtem Materialaufbau für sehr harte Umgebungen, Ausführungen mit verstärkten Fingerspitzen für hohe Abriebbelastungen und Handschuhe mit zusätzlicher Handgelenkunterstützung für Tätigkeiten mit erhöhter Stoß- und Vibrationsbelastung zum Einsatz. Damit lässt sich die ergonomische Schutzlösung jeweils passgenau auf Werkzeugtyp, Einsatzdauer und Arbeitsumgebung abstimmen.
Ergonomischer Antivibrationsschutz im Detail
Der Tegera Pro 9187 steht exemplarisch für das Zusammenspiel von Vibrationsschutz und Ergonomie in dieser Produktfamilie. Wie andere Pro-Modelle nutzt er die Vibrothan-Technologie, um Vibrationen nach den Anforderungen der EN ISO 10819 wirksam zu dämpfen und das Risiko vibrationsbedingter Verletzungen zu senken. Gleichzeitig legt das Design des 9187 großen Wert auf Tragekomfort: Eine ergonomisch angepasste Schnittführung, vorgekrümmte Finger und ein sicherer, meist über Klettverschluss justierbarer Sitz unterstützen ein entspanntes Greifen und präzise Führungsbewegungen, etwa beim Arbeiten mit Schleifern, Bohrern oder Abbruchhammern. Hochwertige Materialien wie synthetisches Microthan mit hohem Grip und verstärkte Zonen an besonders beanspruchten Stellen verlängern die Lebensdauer – ein wichtiger wirtschaftlicher Aspekt im professionellen Einsatz.
Der ergonomische Nutzen im Unternehmensalltag
Für Unternehmen zahlt sich der ergonomische Fokus der Antivibrationshandschuhe gleich mehrfach aus: Zum einen erfüllen sie mit der EN ISO 10819 eine zentrale Anforderung an den Vibrationsschutz im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung; zum anderen können sie dazu beitragen, typische Beschwerden wie Ermüdungserscheinungen, Blasen, Schürfwunden und vibrationsbedingte Schmerzen zu reduzieren, was Ausfallzeiten verringert und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden stabilisiert. Hinzu kommt der Aspekt der Akzeptanz: Nur Handschuhe, die bequem sind, gut passen und ein präzises Arbeiten ermöglichen, werden von Fachkräften im Alltag konsequent getragen. Mit der Tegera Pro Serie sind die Mitarbeiter bestens ausgestattet. So wird Ergonomie vom abstrakten Konzept zur spürbaren Entlastung im täglichen Arbeitsprozess – und zu einem wesentlichen Baustein moderner, gesundheitsorientierter Arbeitsschutzkonzepte.
Text und Fotos: Ejendals
60325 Frankfurt am Main




