- Fachbeitrag
Für viele Einsatzbereiche gibt es spezielle Normen
Marktübersicht Industrieschutzhelme
Ein Helm, der diese Norm erfüllt und mit dem CE-Zeichen versehen ist, bietet einen geprüften Basisschutz. Für spezielle Einsatzbereiche kommen zusätzliche Normen hinzu, etwa EN 50365 für elektrisch isolierende Helme oder EN 14052 für Helme mit erweitertem Schutz gegen seitliche Aufpralle. Neben der reinen Normerfüllung entscheidet die tatsächliche Schutzwirkung im Arbeitsalltag. Ein hochwertiger Helm besteht aus einer robusten Außenschale, die Stöße abfängt, kombiniert mit einem innenliegenden Tragesystem, das die Aufprallenergie verteilt und so die Belastung für den Kopf reduziert. Ebenso wichtig ist der Schutz gegen spitze oder scharfkantige Objekte, die die Helmschale
durchdringen könnten.
Doch Sicherheit allein reicht nicht aus. Ein Helm schützt nur dann zuverlässig, wenn er konsequent getragen wird. Deshalb spielt die Ergonomie eine entscheidende Rolle. Moderne Industrieschutzhelme bieten verstellbare Innenaufhängungen, komfortable Polsterungen und Belüftungssysteme, um auch bei langen Arbeitsschichten eine hohe Akzeptanz zu gewährleisten. Ein sicherer Sitz, gegebenenfalls unterstützt durch Kinnriemen, verhindert Verrutschen bei Bewegung oder Arbeiten in der Höhe.
Auch Material und Lebensdauer sind zentrale Kriterien. Die meisten Helme bestehen heute aus thermoplastischen Kunststoffen wie Polyethylen, die stoßfest und leicht sind. Allerdings unterliegen diese Materialien Alterungsprozessen durch UV-Strahlung, Hitze oder chemische Einflüsse. Hersteller empfehlen daher meist einen Austausch nach einigen Jahren oder sofort nach sichtbaren Beschädigungen. Zusätzliche Funktionen erhöhen die Praxistauglichkeit: Schnittstellen für Gehörschutz, Visiere oder Lampen, reflektierende Elemente für bessere Sichtbarkeit sowie Spezialausführungen für elektrische oder thermische Gefährdungen.
Text: Daniel Faust/Quelle: Hersteller




