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Gesundheitsausgaben 2024 real wieder gestiegen
Destatis hat die Gesundheitsausgaben preisbereinigt ausgewertet
Erstmals hat Destatis die Gesundheitsausgaben preisbereinigt ausgewertet und ermöglicht damit einen realistischen Blick auf die tatsächliche Entwicklung des Ressourceneinsatzes im Gesundheitswesen. Die Analyse zeigt, wie stark außergewöhnliche Ereignisse die Ausgaben beeinflusst haben. Während der Corona-Pandemie stiegen die realen Gesundheitsausgaben 2020 um 5,9 Prozent und 2021 sogar um 7,1 Prozent.
Nach einer Rückkehr auf das Vorkrisenniveau im Jahr 2022 (+3,4 Prozent) folgte 2023 ein realer Rückgang um 4,0 Prozent. Ursache waren vor allem sinkende Ausgaben der öffentlichen Haushalte nach dem Auslaufen pandemiebedingter Maßnahmen sowie die hohen Preissteigerungen infolge der Energiekrise.
Langfristig entwickeln sich die preisbereinigten Gesundheitsausgaben dynamischer als das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Als wesentliche Ursache nennt Destatis die alternde Bevölkerung und die damit verbundene, weitgehend konjunkturunabhängige Nachfrage nach Gesundheitsleistungen. Besonders deutlich zeigte sich dies im ersten Corona-Jahr 2020: Während die Gesundheitsausgaben real um 5,9 Prozent zunahmen, ging das preisbereinigte BIP um 4,1 Prozent zurück.




