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Gesundheitsausgaben 2024 real wieder gestiegen

Nach dem pandemie- und inflationsbedingten Ausnahmezustand der vergangenen Jahre sind die Gesundheitsausgaben in Deutschland 2024 preisbereinigt wieder gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erhöhten sich die realen Gesundheitsausgaben gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Prozent. Nominal legten sie um 7,6 Prozent auf 538,2 Milliarden Euro zu. Die Preise für Waren und Dienstleistungen im Gesundheitswesen stiegen im selben Zeitraum um 3,5 Prozent.

Destatis hat die Gesundheitsausgaben preisbereinigt ausgewertet

Erstmals hat Destatis die Gesundheitsausgaben preisbereinigt ausgewertet und ermöglicht damit einen realistischen Blick auf die tatsächliche Entwicklung des Ressourceneinsatzes im Gesundheitswesen. Die Analyse zeigt, wie stark außergewöhnliche Ereignisse die Ausgaben beeinflusst haben. Während der Corona-Pandemie stiegen die realen Gesundheitsausgaben 2020 um 5,9 Prozent und 2021 sogar um 7,1 Prozent.

Nach einer Rückkehr auf das Vorkrisenniveau im Jahr 2022 (+3,4 Prozent) folgte 2023 ein realer Rückgang um 4,0 Prozent. Ursache waren vor allem sinkende Ausgaben der öffentlichen Haushalte nach dem Auslaufen pandemiebedingter Maßnahmen sowie die hohen Preissteigerungen infolge der Energiekrise.

Langfristig entwickeln sich die preisbereinigten Gesundheitsausgaben dynamischer als das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Als wesentliche Ursache nennt Destatis die alternde Bevölkerung und die damit verbundene, weitgehend konjunkturunabhängige Nachfrage nach Gesundheitsleistungen. Besonders deutlich zeigte sich dies im ersten Corona-Jahr 2020: Während die Gesundheitsausgaben real um 5,9 Prozent zunahmen, ging das preisbereinigte BIP um 4,1 Prozent zurück.